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Ich war noch niemals in …

Ich war noch niemals in …

Auch für das gerade vergangene Konzert hat der Symphonische Chor gerne wieder Karten für die Infinitas-Kay-Stiftung (www.ein-letzter-Wunsch) zur Verfügung gestellt und für zwei Rollstuhlfahrer mit Begleitung den Wunsch in Erfüllung gehen lassen, ein Konzert in der Elbphilharmonie zu erleben und zu hören… Wir freuen uns sehr über diese dankbare Rückmeldung:

Ich war noch niemals in …

„… New York“, würde Udo Jürgens singen, aber für Hamburger Musikfreunde ist es die Elphi, die die Herzen höherschlagen lässt. Umso dankbarer sind wir auch in diesem Jahr dem Symphonischen Chor Hamburg, dass er es zwei Rollstuhlfahrern jeweils mit Begleitung ermöglicht, endlich diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen und ein Konzert im neuen Wahrzeichen im Hamburger Hafen hören und erleben zu können. Solche großartigen Wunscherfüllungen sind nur in Kooperation möglich, denn für Menschen, die es sich nicht unbedingt leisten können, Karten für die begehrten Rollstuhlplätze zu bekommen, ist ein Konzertbesuch dort ein unbeschreiblicher emotionaler Moment.

Der große Saal, das Herzstück der Elbphilharmonie, fasst 2.000 Sitzplätze. Die spezielle Wandkonstruktion erzeugt eine unvergleichliche Akustik. Von jedem Platz aus ist das Klangerlebnis für die Zuhörer gleich überwältigend – jedoch können auch die Musiker jedes noch so kleine Geräusch aus dem Publikum hören: eine Herausforderung an das Verhalten der Konzertbesucher.

Ganze zehn Jahre benötigte der französische Komponist César Franck, um das Oratorium „Les Béatitudes“ sein bestes Werk, zu vollenden. In diesen „Seligpreisungen“ (so die deutsche Übersetzung des Titels) verarbeitet der Komponist seine intensive Beschäftigung mit dem zentralen Text unseres christlichen Glaubens, der Bergpredigt. Für uns bedeutet das zweieinhalb Stunden Genuss, inklusive einer Pause, die wir nutzen, um Atem zu schöpfen und ein kleines Zwischenresümee zu ziehen.

Tosender Applaus beendet das Konzert und ein erschöpfter, aber auch zufriedener Dirigent verneigt sich vor dem Publikum. Die rollstuhlfahrenden Zuhörer plus Begleiter, denen der Besuch ermöglicht wurde, sind überwältigt: So etwas hätten sie noch nie erlebt! Im anschließenden Resümee spricht sich jeder für einen anderen, sehr persönlichen Favoriten aus: Für den einen war es der Chor, für den anderen die Harfe, die Orgel oder die Solisten.

Für alle Besucher war das Konzert jedoch ein bleibendes Erlebnis, für das es dem Symphonischen Chor Hamburg noch einmal von Herzen zu danken gilt.

Marianne Kay

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